Blasenentzündung: Diagnostik

Blasenentzündung: Diagnostik

Die Urinuntersuchung spielt bei der Blasenentzündung eine zentrale Rolle.

Insbesondere bei Fieber oder Blut im Urin sowie bei wiederkehrenden Blasenentzündungen ist immer ein Arztbesuch anzuraten. Hier kann eine exakte Diagnostik durchgeführt werden. Entscheidend ist dabei der Urinbefund. Gegebenenfalls können auch weiterführende Diagnostikverfahren wie eine Ultraschalluntersuchung oder eine Blasenspiegelung notwendig sein.

Diagnose Blasenentzündung: Urinuntersuchung als Basis

Im Anschluss an ein Anamnese-Gespräch (Erhebung der Krankheitsgeschichte) und eine körperliche Untersuchung muss der Patient eine Urinprobe abgeben. Wichtig ist dabei, den sogenannten „Mittelstrahlurin“ im Becher aufzufangen. Das bedeutet, dass nicht die ersten und letzten Tropfen in das Probengefäß wandern sollten.

In der Arztpraxis wird die Urinprobe  mithilfe eines Harnstreifentests untersucht. Auf diese Weise können  unter anderem rote und weiße Blutkörperchen sowie Nitrit als Abbauprodukt von Bakterien nachgewiesen werden.

Bei einer unkomplizierten Harnwegsinfektion (ohne Risikofaktoren wie Schwangerschaft oder Diabetes mellitus) ist ein derartiger Harnstreifentest im Zusammenspiel mit den beschriebenen Symptomen meist ausreichend, um die Diagnose Blasenentzündung zu stellen und eine entsprechende Therapie einzuleiten.  Meist verordnet der Arzt  Antibiotika zur Bekämpfung der Erreger.

Die weitere, mikroskopische Untersuchung des Urins sowie das Anlegen einer Urinkultur können in manchen Fällen (beispielsweise in der Schwangerschaft oder bei wiederkehrenden Infektionen) wichtig sein, um Aufschluss über die Art und Anzahl der Bakterien zu erhalten und die Therapie noch zielgenauer ausrichten zu können.  Das Ergebnis liegt in der Regel nach etwa zwei Tagen vor und kann eine Anpassung der Therapie erfordern.

Weitere Untersuchungsmethoden

Weitere Untersuchungen, die bei einer Blasenentzündung angezeigt sein können:

  • Ultraschalluntersuchung der Harnwege (Ermittlung anatomischer Veränderungen der Niere und der Harnwege)
  • Restharnbestimmung (Rückschluss auf mögliche Entleerungsstörung)
  • Harnflussmessung
  • Miktionszystogramm (Röntgenuntersuchung mithilfe eines Kontrastmittels)
  • Blasenspiegelung (Zytoskopie)

Tipp: Vorsorgeuntersuchung für Frauen

Im Rahmen des Check Up 35 haben gesetzlich versicherte Frauen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf eine Urinuntersuchung, die u.a. der Ermittlung spezieller Entzündungsmarker dient, die bestimmte Erkrankungen frühzeitig anzeigen können.

Ein Urintest wird auch bei schwangeren Frauen standardmäßig durchgeführt.

Das könnte Sie auch interessieren:
Pflichttexte:

HEUMANN Blasen- und Nierentee SOLUBITRAT® uro:
Anwendungsgebiete: Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Vorbeugung bei Nierengrieß. Hinweis: Bei Blut im Urin, bei Fieber oder bei Anhalten der Beschwerden über 5 Tage ist die Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.
Apothekenpflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Winthrop Arzneimittel GmbH, 65927 Frankfurt am Main. Mitvertrieb: Zentiva Pharma GmbH, 65927 Frankfurt am Main. Stand: Oktober 2014 (SADE.PEXT.16.04.0907)
Diese Seite richtet sich nur an Interessenten aus Deutschland.