Antibiotika bei Blasenentzündung

Wann Antibiotika bei einer Blasenentzündung nötig sein können

In manchen Fällen ist eine Antibiotikatherapie wichtig.

Wer bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung handelt, hat in der Regel gute Chancen, mit Hilfe pflanzlicher Arzneimittel wie Blasen- und Nierentees die Beschwerden rasch in den Griff zu bekommen. Doch häufig ist es zu spät, und die Gabe von Antibiotika ist notwendig.

Wann Antibiotika bei einer Blasenentzündung nötig sein können

Bei manifester Blasenentzündung muss mit Antibiotika behandelt werden. Dies ist insbesondere in folgenden Fällen erforderlich:

  • Keine deutliche Besserung der Beschwerden innerhalb weniger Tage trotz Selbstmedikation (Blasen- und Nierentee, Wärme)
  • Bei Fieber oder Verfärbungen/ Blut im Urin
  • Bei Schmerzen in der Nierengegend

In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann über den Nachweis von bestimmten Abbauprodukten (z.B. Nitrit)  im Urin ermitteln, ob Bakterien vorliegen und der Einsatz eines Antibiotikums zur Bekämpfung der Erreger notwendig  ist.

Antibiotika bei bestimmten Risikogruppen erforderlich

Für bestimmte Patientengruppen empfiehlt es sich grundsätzlich, von einer alleinigen Selbstmedikation bei Blasenentzündungen abzusehen. So wird beispielsweise in der Schwangerschaft meistens ein Antibiotikum verordnet, da eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt erhöht.

Auch für diese Personengruppen ist bei Anzeichen einer Blasenentzündung ein sofortiger Arztbesuch dringend ratsam:

  • Menschen, die Immunsupressiva (Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken) einnehmen
  • Diabetiker
  • Patienten mit Harnabflussstörungen
  • Patienten mit schweren Nieren- oder Herzerkrankungen
  • Kinder

Welche Antibiotika bei einem Harnwegsinfekt?

Eine Antibiotikatherapie kann bei einer bakteriellen Blasenentzündung helfen, die Ursachen zu bekämpfen und die Symptome rasch zu lindern. Welches Präparat verordnet wird, entscheidet der Arzt  auf Basis des Erregernachweises unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen wie z.B. einer Schwangerschaft. Während über einen Urin-Schnelltest zunächst einmal nachgewiesen wird, ob überhaupt Bakterien vorliegen, kann die angelegte Urinkultur innerhalb von etwa zwei Tagen Aufschluss über die Art des Erregers geben. Unter Umständen kann deshalb  eine Anpassung der Therapie nach Behandlungsbeginn notwendig werden.

Die Anwendungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und zehn Tagen.

Wichtiger Hinweis: Die Therapie nicht vorzeitig abbrechen

Nehmen Sie die Tabletten immer über die gesamte, vom Arzt verordnete Einnahmedauer ein. Das gilt auch, wenn die Beschwerden schon vorher abklingen, was in der Regel bereits nach einem Tag der Fall ist. Doch wer die Einnahme eines Antibiotikums vorzeitig abbricht, läuft Gefahr, dass sich sogenannte Resistenzen bilden und der Infekt schnell erneut aufflammt.

Patienten, die noch Antibiotika von einer vorangegangen Behandlung „übrig“ haben, sollten diese bei einem erneuten Infekt nicht auf eigene Faust einnehmen. Eventuell ist in diesem Fall gar keine Antibiotikatherapie  nötig und die Beschwerden lassen sich per Selbstmedikation in den Griff bekommen. Darüber hinaus könnte bei einer erneuten Infektion ein anderer Erreger eine Rolle spielen, der mit einem anderen Präparat behandelt werden muss. Grundsätzlich gilt: Antibiotika niemals eigenmächtig ohne Verordnung und Beratung durch den Arzt einnehmen!

Blasen- und Nierentee zur Unterstützung der Antibiotikatherapie

Als Ergänzung der Antibiotikatherapie bei einer bakteriellen Blasenentzündung eignen sich Blasen- und Nierentees. Denn auf Basis pflanzlicher Inhaltsstoffe wie Goldrutenkraut und Birkenblättern sorgen diese Arzneitees als hochkonzentrierte, pflanzliche Arzneimittel nicht nur für die nötige Flüssigkeitszufuhr, sondern unterstützen darüber hinaus auch das Ausspülen der Erreger. So wird die Heilung schonend und effektiv unterstützt.

Blasen- und Nierentee erhalten Sie freiverkäuflich in Ihrer Apotheke.

Bei chronischer Blasenentzündung: Dauerhafte Antibiotikatherapie als Option

Treten mehr als drei Harnwegsinfekte pro Jahr auf, spricht man von einer chronischen Blasenentzündung. In diesem Fall kann eine dauerhafte Antibiotikatherapie als Prophylaxe-Maßnahme eingesetzt werden. Über Art und Dauer der Therapie ist im individuellen Fall zu entscheiden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

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HEUMANN Blasen- und Nierentee SOLUBITRAT® uro:
Anwendungsgebiete: Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Vorbeugung bei Nierengrieß. Hinweis: Bei Blut im Urin, bei Fieber oder bei Anhalten der Beschwerden über 5 Tage ist die Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.
Apothekenpflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Winthrop Arzneimittel GmbH, 65927 Frankfurt am Main. Mitvertrieb: Zentiva Pharma GmbH, 65927 Frankfurt am Main. Stand: Oktober 2014 (SADE.PEXT.16.04.0907)
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